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Haigas – Traude Veran

Kunst und politische Arbeit – berührend und sehr treffend. Die bekannte österreichische Sozialarbeiterin, Psychologin, Erwachsenenbildnerin und Animateurin, Schriftstellerin und Poetin Traude Veran hat uns vier ihrer Haigas (eine Kombination aus Grafik und Worten aus der japanischen Kunst) zum Thema Entsiegelung geschickt, die wir veröffentlichen dürfen. Wir danken ihr aus vollem Herzen und sind beglückt über die aussagestarke, tiefgründige Sprache, die diese Werke sprechen.

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Vertikale Strasse

Teer und Gestein türmen sich vor uns auf. Meterhoch sind die Trümmer aus dem Aufbruch gestapelt und zeigen uns den Weg himmelwärts. Wie ein doppelter ‚Stairway to Heaven‘ steht die Vertikale Strasse nun in der Kranzgasse, da wo sie früher horizontal als Weg-Asphalt lag und eine dichte Schicht bildete. Bis sich die Wiener Sukzession zum Aufbruch aufmachte und die Teilnehmenden des Urbanize! Festivals tatkräftig anpackten.
Natürlich ist dies nur ein Bruchteil des Aufbruchmaterials, denn der Asphalt ist massiv, der uns umgibt und kaum jemand ahnt von der Masse, die er darstellt, ist er einmal aufgebrochen. 3 m2 Fußweg sind ca 1 m3 Asphaltmüll !! Der Rest ist nun auf der Deponie. Doch ist das seine letzte Ruhestätte? Wird in ferner Zukunft Ressourcen-suchend jeder einstige Müllhaufen auf Wertstoffe untersucht?

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Ausstellung + Werkschau im Flucc 4.-6.12.

Wurzeln breiten sich unterirdisch aus – so auch wir!
Drei Tage waren wir zugegen in der Flucc-Wanne.
Adresse: Innerer Praterstern (S- /U Bahnhof, ehem. Fußgänger-Unterführung)
Die umfangreichen Inhalte und Artefakte der Wiener Sukzession wurden an diesen 3 Tagen in einer präsentablen, multimedialen Ausstellungs-Form aufgebaut. Das Team und das vielseitige Material standen zwischen 14 und 18 Uhr bereit zum Bestaunen, Hinterfragen, Diskutieren und Ergänzen. Da Pionierpflanzen flexibel sind und an vielen Orten wachsen können, sind auch wir multidimensional aktionistisch unterwegs gewesen: Sammeln, Aufreissen, Verhandeln, Schreiben, künsterlisch Gestalten, Backen, sprachlich Vermitteln und Musik Produzieren.
Bei der Finnisage am Mittwoch Abend waren dann sukzessive mehrere Gäste zugegen und traten in angeregtem Austausch mit uns.

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Aufbruch ! – Music Concrete

Der Sound zum Geschehen: das Musik-Video aus dem Live-Asphalt-Aufbruch in der Kranzgasse. Dank unseren künstlerischen Talenten im Team wurde ein ganz besonderer Track erstellt, aus unseren Worten und den realen Sounds der Aktion: Wissenschaftiche Informationen zur Ver- und Entsiegelung gepaart mit Geräuschen des Asphalt-Aufbrechens sowie ein Sprech-Chor für die lebendige Erde bilden eine Melange mit wiener Charme. Hör‘ und schau‘ es dir an!
Filmdreh und Schnitt: Ute Fussenegger (jellybean), Soundtrack von Alfons Bauernfeind.

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Polster-Party * 29.11.

Zum fulminanten Abschluss der 2 Jahre Projektarbeit lädt der ASF-Hub, die Angewandte und die sechs Projektpartner von ‚Action for Sustainable Future‘ ein zur Abschluss-Präsentation, Reflexion und Polster-Party im Café Exchange (ehem. Kassenhalle des PSK-Gebäudes).
Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien.
Uhrzeit: 17:30 – 20:00

Betiligte aus Kunst, Wissenschaft & Partizipation sind für das Thema Nachhaltigkeit und Zukunfts-Gestaltung der Frage nachgegangen:

Wie können wir die nachhaltige Transformation der Gesellschaft gemeinsam vorantreiben? Wie können Transformationsprozesse partizipativ gestaltet werden? Und wie können wir neue Handlungsmöglichkeiten schaffen?

Triff uns: Aktivist:innen aus der Zivilgesellschaft, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen im Rahmen des Action for Sustainable Future hub (getragen von der Angewandten und dem Open Innovation in Science Center der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft).

Mehr Infos: https://ail.angewandte.at/program/asf-hub

Homepage ASF Hub: https://asf.uni-ak.ac.at/de/

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urbanize!_23 Anpacken und Aufbrechen ***

„Ja, her mit der Brechstange, dem Bohrhammer und dem Meissel!“ Über 30 Interessierte sind im Zuge des urbanize! Festivals Anfang Oktober in der Kranzgasse zu freiwilligen Bauarbeitern geworden: Sie halfen in der ehemaligen Hundezone eines winzigen Parks mit eigenen Händen den überflüssigen Asphalt aufzubrechen und zu entfernen. „Jetzt weiß ich endlich wie sich das Anfühlt, dieser Asphalt!“

„Toll, wenn es erst undurchdringlich erscheint und dann doch nachgibt!“
Erfolgsjubel nach harter Arbeit: Der Asphalt war sogar 2-lagig, insgesamt ca 25cm dick und ließ sich schliesslich mit der richtigen Technik (und schwerem Gerät) bezwingen.

Mit einer Kreissäge wurden dann Scheiben daraus geschnitten, die fast wie Brot-Schnitten aus Terrazzo aussehen und als Kunstobjekte noch ein zweites Leben bekommen.
Ein Video ist dabei entstanden, das die Geräusche und den begeisterten Aktionismus der Menschen künsterlisch gestaltet für die Wiener Sukzession festhält. Dazu bald mehr!

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Erd-Tattoos im Flucc

Wen könnte man ‚löchern‘, damit darunter das natürliche Gesicht zum Vorschein kommt? Den Asphalt, zB am Praterstern. Das Flucc ist als Musik-Club und seit einiger Zeit als offenes Kulturzentrum bekannt. Auch die Erd_Konferenz 2023 fand hier statt und wir waren die ersten, die die Aufbruchs-Stimmung mit unserer ‚Bodeneröffnung‘ praktisch verknüpfen durften.

Die sehr dicken Schichten brachen wir so freilich nicht auf, aber ausreichend tiefe Löcher, mit Erde und Moos befüllt können künftig Gräser und einige Pionierpflanzen beherbergen. Daher ist es uns gelungen, ein paar Tatoos für die Flucc-Gründe mit Hilfe der TeilnehmerInnen der Erd_Konferenz umzusetzen. Mit Asphalt-Krokant und einer Austauschrunde ging es indoor dann weiter. Viele zukunftsweisende Projekte waren vertreten, so auch wir. Akkupunktur für die Stadt.

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Asphalt-Tattoos

Im 5. Bezirk tut sich was. Da sind südlich der Mariahilfer Strasse bereits einige Nebenstrassen stärker begrünt, ein bisschen entsiegelt oder bestehende Grünflächen ein Stück vergrößert worden. Urban Gardening findet statt, wo jahrzehntelang nur Gassi-Gehen und Bankerl-Sitzen möglich war. In der Kranzgasse ist in einer ehemaligen Hundezone ein vielseitiger Bildungs-Garten entstanden.

Der Verein Gartenpolylog hat mit den hier aktiven Menschen bewirkt, dass Gemüsebeete und Schautafeln auf Wiesen und ehemaligen Wegen entstehen dürfen. Dort lassen wir auch gezielt der Sukzession (Spontangrün-Besiedelung) ihren Lauf und beobachten, was von selbst kommt.

Löcher, als eine Art Tattoo oder Akkupunktur für die versiegelte Fläche, dürfen auch entstehen. Unser neuer Topf-Bohrer wird hier erstmals seine Spuren hinterlassen und kleine Nischen schaffen, in denen das Leben sich wieder einnisten darf. Eine Baumscheiben-Suggestion als Asphalt-Tattoo: im Test die Kresse im Wettlauf mit Rucola und Ringelblumen-Samen (Kranzgasse).

Beim ÖAMTC-Gebäude fanden wir ähnliche Ideen:

Das Ziel, ein paar dieser Löcher auf populärerem Boden und fern von Parks zu bohren, hoffen wir in Kürze auf dem Christian-Broda-Platz umsetzen zu können. Dort ist der behördliche Asphalt nämlich schon von anderen Kräften durchbrochen worden und eine Entsiegelung bereits vorgesehen, Start: Herbst 2023.

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Der Geschmack der Straße

Die Wiener Sukzession breitet sich aus. Asphalt sehen wir (auch) als Kunst-Objekt, das Entsiegelung auf vielerlei Arten ermöglicht. Das Bündnis Alternativer Medien (BAM!) und der salon skug haben eingeladen zum Tabor-Strassenfest und wir waren dabei – und wurden sogar interviewt, siehe unten…

Als spektakuläre Performance-Einlage eine autogroße Parkplatzfläche am Strassenfest zu entsiegeln wäre unser Wunsch gewesen, aber damit stießen wir wieder auf den behördlichen Beton. Daher gab es am 10. Juni einen beeindruckend echt aussehenden Asphalt-Krokant-Kuchen, den wir mit den Besucher:innen gemeinsam ‚aufgebrochen‘ haben. Werkzeug und Gerätschaften dafür waren vorhanden, viele Gäste haben sich ein Stück abgemeisselt (und tw. gleich verköstigt) und das Wetter hat zu Schluss für die Verflüssigung der Reste gesorgt.

Die entstandenen Geräusche wurden aufgezeichnet für ein Musikstück, das die Künstler:innen unter uns aus den Bruchstücken zaubern werden als „Musica Concreta“ oder „Aufbruch-Musik“. Näheres dazu folgt.
Hier das Interview mit Derive zum Motto des Strassenfestes „Wir sind der Verkehr“ https://derive.at/radio/wir-sind-der-verkehr/

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Entsiegelung an der BokU

Einen asphaltierten Parkplatz freilegen für die künftige Begrünung – das durften Studierende auf dem Fest der Bodenkunde-Universität am 29. September 2022 von Hand probieren. Dabei sind Hämmer und Stecheisen oder Meissel zum Einsatz gekommen sowie auffällig ‚wissenschaftliche‘ Arbeitskleidung. Auch angemessene mediale Aufmerksamkeit hat nicht gefehlt.